Högbergsfältet, Zwischenstation in einem alten Bergbaugebiet
- bert-on-tour
- 13. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Juli
Nachdem ich jetzt meinen gelungenen Kanutest auf meiner to-do Liste abhaken kann gehts weiter Richtung Norden.
Die großen Seen Vännern und Vättern lass ich einfach mal links liegen.
Auf höhe Filipstad ists wieder mal Zeit für einen Übernachtungsplatz und entdecke auf GoogleMaps gar nicht so weit entfernt ein altes Bergbaugebiet wo noch ein bischen was zu sehen sein soll.

Da jedoch die beiden direkt dort vorhandenen Parkplätze recht klein sind und ich von den jeweils ca. zehn Parknieschen die Hälfte blockieren würde fahr ich ein par Kilometer abseits auf eine schöne freie Lichtung.
Ausserdem stand an den Parkplätzen Übernachten verboten und ich nächtige sowieso lieber ohne Gewusle um mich rum irgenwo im Nichts.
Mittlerweile ist as Wetter ziemlich windig gworden und es sind dicke Wolken aufgezogen.
Macht nix ich hab hier a schöne Aussicht rundherum und es ist einfach viel viel heller als an den Parkplätzen mitten im Wald.

Mitternacht, recht viel dunkler wirds hier oben um diese Zeit nicht mehr.

Ziemlich spät wach ich am nächsten Tag auf und nach erfolgreicher Frühstücksjagd ists auch schon fast Mittag.

Jaja der Schlafrhythmus passt noch nicht ganz wenns des Nächtens nicht mehr richtig dunkel wird.
Doch immerhin hat es jetzt as regnen aufgehört und ich mach mich mit gepacktem Rucksack und ! HÖRT HÖRT ! Mit Schuhen auf meine Wanderung zum Högbergsfältet.

Überall auf meinem Weg sind diese Löcher zu sehen und wie ich später lesen kann gehen diese teilweise richtig tief runter, manche sogar bis zu 70 Meter senkrecht nach unten.
Die tiefste dieser Gruben, die Torskebäcksgrube ist über 200 Meter tief.


Ein par der alten Gebäude, bzw deren Grundmauern stehen noch.
Und damit das Arbeiten in diesen Löchern möglich war musste das eindringende Wasser ständig abgepumpt werden.
Der Berieb der Pumpen sowie die Förderung des abgebauten Materials durch Aufzüge erfolgte über einen Gestängeantrieb der durch mit Wasserkraft beriebene Mühlräder angetrieben wurde.
Über das Gastänge aus sich hin und her bewegenden Holzbalken ( hier eins das ich wo anders fotografiert habe ) wurde die Kraft bis zum Endpunkt geleitet wo es dann wiederum mittels eines anderen Rades erneut von der horizontalen Pendelbewegung in eine Drehbewegung umgewandelt wurde.

Dabei konnten Strecken von mehrern Kilometern überwunden werden.
In diesem Gebäude befand sich eine Dampfmaschine welche später den alten Antrieb mit Wasserkraft ersetzte.

Zum Glück giebts hier wie überall so Windschutzhütten wo ich mir mal im trockenen mit Dach übern Kopf, mitlerweile im kontinuierlichen Dauerregen, auch mal a Zigarettal drehen kann .... im Regen mit nasse Finger haut des ned hi.

Zum Schluß gings dann noch in den Tinas Stoll, einen Stollen der die verschiedenen Gruben teilweise miteinander verband und in dem die ersten ca. 100 Meter begehbar sind.


Nix für Kreuzlahme, teilweise nur 1,30 hoch.


Am Ausgang zurückgekommen bekommt natürlich der dort wachende Höhlentroll auch ein Geschenk, das gehört sich einfah so ... und da ich nix passendes dabei habe dreh ich ihm einfach a Zigarettal.
Da freut er sich bestimmt, das bekommte er bestimmt ned so oft ....

Übrigens, das verlassen der befestigten Wege bzw das betreten der abgesperrten und eingezäunten Bereiche kann lebensgefährlich sein da es unter der oberen Deckschicht wer weiß wie tief runter geht.


Auf meinem Rückweg über den Wolfshügel ohne Wölfe dafür mit trüber Aussicht ...


überrasche ich noch zwei Rehe beim äsen.















