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... und täglich grüßt das Ren(n)getier

  • bert-on-tour
  • 27. Juli
  • 3 Min. Lesezeit


da das Wetter so unglaublich warm ist, es hat jetzt schon seit Tagen an die 30 Grad, fahr ich noch ein Stück weiter gen Nordwesten.

Gar nicht allzuweit hinter der Norwegischen Grenze hab ich mir nach einem Tip vom Peter mit dem ich zusammen am Österdalälven stand einen großen See mit jeder Menge Sellplätze als nächstes Ziel auserkoren.


Unmittelbar vor der Grenze finde ich auf Maps einen kleinen Supermarkt mit einer Tanksäule.

Mein Pony hat Durst, braucht mal wieder Hafer und ich a Brot.


Tja des war wohl nix ... in dem Laden gibts leider nur gefrorenes Brot als Toastbrot oder geschnittene Industrieware.

Im Verkaufsraum gabs außer zahllosen bis oben hin gefüllten Gefriertruhen mit Fleisch und Fisch kaum was brauchbares und schon gar nichts frisches oder unverpacktes ... dafür jedoch pallettenweise Bier.

Ebenso bekam ich keinen Sprit da dieser nur im Winter für die Schneescooter da sei.


Naja dann halt nicht ... dann auf über die Grenze.

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In Drevsjö, dem ersten Ort in Norwegen gibts auch a Tanke und einen Supermarkt.

Hier bekomm ich mein Brot und jetzt erkenne ich auch den Grund der sonderbaren Ausstattung des "letzten" schwedischen Ladens.

Bei den hiesigen Preisen fürs Fleisch und Bier, welches in diesem Laden nur recht spärlich vorhanden ist, ziagds da echt d` Schua aus.


Auch mein Pony darf sich jetzt ordentlich satt trinken ... zwei Liter im Tank und zweieinhalb als Reserve für eventuelle zukünftige Versorgungsengpässe im Kanister.

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Gscheid vasifft do herüm, des sigst auf da andan Seitn ned.

Der Umwerlschutzgedanke scheint diesseitz der Staatsgrenze nicht so sehr ausgeprägt zu sein.


Alsdann fahr ich zu meinem ausgewählen See und such mir einen schönen Platz.


Jaaaa wunderschöner See mit tollen Badestellen ...

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... doch leider überall ein Schild das das benutzen dieser Stellen mit Campingfahrzeugen untersagt.

Eine ältere Dame erklärt mir das diese Schilder letztes oder vorletztes Jahr hier am ganzen Ostufer angebracht wurden.


Gut, wenn das so ist fahr ich halt weiter und ziehe mich wieder einmal von den Hauptverkehrstrassen zurück ins höhergelegene Nirgendwo und ins kaum besiedelte Grenzgebiet.

"Hauptverkehrstrassen ... was für a sonderbares Wort ... Hauptverkehrs-Trassen oder Hauptverkehr-Strassen ... ersteres war gemeint"

Anmerkung des Autors


Die Region hier gehört jetzt schon zu den südlichsten Besiedlungsgebieten der nordskandinavischen Ureinwohner, den Samen .. also Rentiergebiet.


Und tatsächlich seh ich auch schon welche ... mein erstes nach einer recht scharfen Bremsung weil die ein Fahrzeug so ziemlich überhaupt nicht interessiert, einfach auf die Straße laufen und dann auch noch stehen bleiben.

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So jetzt gehts jedoch weg von der Hauptstraße und ein par Kilometer weiter ins Nichts.

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Und manchmal braucht es auch liebevolle Aufforderungen und verständnissvolles zureden ...



Ahhh ... da gefällts mir, da laß ich mich jetzt für eine Weile nieder.

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Genau das richtige für diese hochsommerlichen 30 Grad Tage.

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Im Halbschatten vor mich hin dösen, zum abkühlen und schwimmen immer wieder in das hier herrlich klare Wasser, schön gemütlich ein Buch lesen und um mich rum nichts als pure Natur, das säuseln des Windes in den Bäumen welches nur selten mal von einem vorbeifahrendes Fahrzeug unterbrochen wird ...


...und allabendlicher Besuch von den Rudolfs.


Jaja, des dürre Moos und Flechtnzeigs is ned leicht owe zum griang

Wohlan, der Konsum feuchtigkeitsreduzierter veganer Nahrungmittel bedarf eines enorm erhöhten Schluckaufwands.



Nach und nach verlieren auch diese ihre letzte Scheu und kommen kontinuierlich näher.


... und täglich grüßt das Ren(n)getier ...


so kandad i no bis aufn Sanktnimmerleinsdog dohogga und danneluarn oba zmoi mua i a amoi wida redurewäats ...

hier noch länger zu verweilen entspräche definitiv Seiner Vorstellung jedoch liegt vor Ihm noch der zu absolvierende Weg zurück ..

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